Fußball-Weltmeister 2014 – an was ich mich erinnern möchte

Weltmeister 2014: Bastian Schweinsteiger (Bild: Agência Brasil/Wikipedia unter CC BY 3.0 BR)

Verdient oder nicht? Dran sein oder nicht? In spätestens einem Jahr kräht kein Hahn mehr danach!
Man wird sich an die Demütigung von Brasilien bei der Heim-WM erinnern und an Flanke, Brust, Schuss, Tor. 113. Minute. SUPER MARIO! 

Ich mag mich bei dieser WM aber auch gar nicht an die spielerische „Qualität“ erinnern oder an die Leistung diverser Schiedsrichter. Ich möchte mich an die – für mich – wichtigen Dinge „drum rum“ erinnern.

Hoffentlich vergesse ich nie, dass ich diese WM nicht einfach nur mit irgendwelchen Freunden und Bekannten gekuckt habe.
Beinahe jedes Spiel habe ich, im kleinen Rahmen, mit meinen Lieblingsmenschen gesehen.
Ganz sicherlich werde ich nie vergessen, dass ich gemeinsam mit meinen beiden absoluten Lieblingsmenschen den Titelgewinn erleben und bejubeln durfte!
Hoffentlich vergesse ich nie den Moment an dem ich angefangen habe an den Titelgewinn dieser Mannschaft zu glauben. 
Als Per Mertesacker zunächst im Interview nach dem Algerien Spiel etwas angepisst sagte „Wat woll’n se? Wollen se ne erfolgreiche WM oder sollen wir wieder ausscheiden und haben schön gespielt?“ und dann im nächsten Spiel gegen Frankreich die Mannschaft, mit allen anderen Spielern von der Bank, nur noch von außen unterstützte – so gut und viel sie alle konnten.
Damit hat mir die Deutsche Nationalmannschaft bewiesen, dass sie als Team auftreten wollen und können und zusammen diesen Titel holen möchten.
Weltmeister 2014: Bastian Schweinsteiger (Bild: Agência Brasil/Wikipedia unter CC BY 3.0 BR)

Weltmeister 2014: Bastian Schweinsteiger (Bild: Agência Brasil/Wikipedia unter CC BY 3.0 BR)

Hoffentlich vergesse ich nie, dass es mir egal wurde ob ein Spieler die Nationalhymne mitsingt.
Wir leben in einem Land in dem wir alle endlich lernen müssen unsere Mitmenschen so zu akzeptieren, wie sie sind und ticken. Wenn das bedeutet, dass Nationalspieler nicht die Nationalhymne Mitsingen wollen, dann ist das OK.
Ich, der definitiv anders tickt wie andere und schon gar nicht so sein will wie jeder andere, gehe da hoffentlich ab sofort mit besserem Beispiel voran.
Und auch ich habe dieses mal übrigens auch kein einziges mal mitgesungen.
Hoffentlich vergesse ich nie das ich nach dem Spiel meine Freudentränen zurückgehalten habe.
Zurückgehalten bis zum Frühstückstisch. Um dann nach ein bisschen Schlaf und der Erkenntnis „Ganz Deutschland ist Weltmeister“ umso mehr loszuheulen :‘-)
Und auch noch drei Tage danach könnte ich losheulen und mich einfach nur über den 4. Stern freuen

Hoffentlich vergesst auch ihr nicht eure wunderbaren Momente dieser WM

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