PopEvil der Opener der besser ist als der MainAct

Ende Oktober zog es mich wegen 3 Doors Down nach Winterthur in die Eulachhallen. Als ich nach dem Event ging war klar, dass 3 Doors Down in meinem Konzertbericht nicht gut dastehen würde.
Es war der emotions- und farbloseste Auftritt einer Band den ich jemals erlebte. So enttäuscht war ich wirklich noch nie von einem Konzert und das obwohl der Konzertabend perfekt angefangen hatte.

Die Eulachhallen sind typische Sporthallen mit ausreichend Parkmöglichkeiten drumherum. Alles war Semiprofessionell aufgezogen und es herrschte eher Dorffeststimmung denn Konzertabend. Die Bühne war eine rein provisorisch aufgestellte Angelegenheit  und nicht wirklich vom Publikum getrennt.
Eigentlich total positiv, da man sich heimelig fühlt und irgendwie darauf hofft, dass die Band sich die Publikumsnähe zu nutze macht.

Eulachahllen

 

 

Und eben genau das machte sich der Opener Pop Evil zu nutze. Ein Frontman der die Menge zu bewegen wusste, der sich in Crowdwalking versuchte und tatsächlich auf einmal über der Menge stand, der in den 10 gespielten Songs nicht nur wahnsinnig gut gesungen hat sondern auch Emotionen in die Songs und seine Stimme gepackt hat.
Eine Band die spielen wollte und die sich sowas von ins Zeug gelegt hat, dass man sie nochmal sehen will. Die eine Bewerbung für größere Hallen und mehr Publikum abgegeben haben und hoffentlich sehr bald wieder in Europa als MainAct auf einer Bühne stehen.

In 10 Songs hat die Band mich überzeugt deren Songs öfter zu hören und einen Platz auf meiner Konzertwunschliste zu ergattern und das obwohl der Hard Rock/Alternative Metal den die Band spielt sonst nicht so das ist was ich bevorzuge. Die 10 Songs die mich von der Band überzeugt haben gibts wie immer bei setlist.fm zum anhören.
Wer Linkin Park oder Vollbeat hört wird Pop Evil ganz sicherlich schon kennen. Wenn nicht habt ihr definitiv Nachholbedarf.

Eingeheizt ging es dann in eine kurz Umbaupause und dann zum schlechtesten Live-Auftritt den ich jemals gehört habe.
Bei der Bewertung sollte man einfließen lassen, dass ich sehr wohl um die stimmlichen Defizite von Bono (U2) weiss und auch das Chris Martin (Coldplay) nicht jeden Ton trifft. Was beide aber können sind Emotionen über die Stimme legen und mitgeben. Wer jemals One (U2) oder The Scientist (Coldplay) live gehört hat versteht was ich meine.

In Zeiten von Studio-Autotune kommt man manchmal leider mit anderen Erwartungen an ein Konzert wie das was man dann geboten bekommt. Das es aber der Frontmann von 3 Doors Down mit dieser flachen, farb- und klanglosen Stimme überhaupt aus dem Studio raus schafft ist ein wahres wunder.
Da bringt es auch nichts, wenn sich die Band den Arsch aufreisst wenn der Leadsänger nicht mithalten kann.

Trotz allem habe ich mir das Konzert bis fast an Ende, immer in der Hoffnung auf Besserung, angehört. Den letzten der 19 Songs spielte die Band dann für mich wörtlich: „when I’m gone“.
Das war damit das erste Konzert bei dem ich nicht bis zum letzten Song geblieben bin…
Und wer die Setlist möchte, sucht sie selber. Die Band verlinke ich nicht

 

 

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