Florence + the Machine – how big, how blue, how beautiful <3

Keine 12 Stunden ist mein letztes Konzert 2015 her. Keine 12 Stunden in denen ich das wahrscheinlich beste Konzert 2015 erlebt habe und das sage ich in einem Jahr in dem ich als U2-Fanboy an vier U2 Konzerten war.

Die Vorband, Palma Violets, muss ich allerdings von diesem wundervollen Abend ausschließen. Eine Band die es schafft genau in dem Moment in dem der (Tanz-)Funke aufs Publikum überspringt den Musikstil IM Song zu ändern hat in meiner Musikwelt nichts verloren.

Aber das haben Florence + the Machine alles wieder Wett gemacht.
Angetreten mit zwei Backgroundsängerinnnen, drei Blechbläserinnnen, den üblichen verdächten Schlagzeug-, Bass-, Piano- und Gittarrenspieler und gekrönt von einer Harfe. Ach ja und vor allem anderen Florence!

Den „Chef“ auf der Bühne erkennt man schon beim betreten der kompletten Band. Alle gekleidet in schwarz und Florence Welch in strahlendem weiß. Mehr kann man dem Zuhörer/-schauer nicht mitteilen auf wen es sich zu konzentrieren gilt und das ist bei dem kleinen, manchmal etwas überdrehten, Energiebündel durchaus nötig.Florence + the Machine

Links, rechts, oben,  unten Florence ist keine Sängerin die sich an einem Platz aufhält. Die Bühne hört da auf wo SIE ist und wenn das mitten in Sitzplatzrang ist. Die einzigen die das wohl nicht so toll fanden waren die  Securitys die Florence in einem Affenzahn verfolgen mussten und der Tourmanager wird wohl das ein oder andere Stoßgebet abgegeben haben, dass Sie sich bei Iren Ausflügen nichts bricht. Das Publikum feiert sowas natürlich!

Aber das ist nicht das einzige was dieses Konzert so mitreisend gemacht hat. Das nahezu perfekt abgestimmte Lautstärkeverhältnis von Lead-Stimme zur Melodie und natürlich überhaupt Florence einmalige Stimme und ihre ganze Ausstrahlung schaffen es einen mitzureisen, zum tanzen zu bewegen oder einfach in Stille ihrer Stimme zu lauschen.

Kein Konfetti, keine 50qm LCD Leinwand, keine Special-Effects. Nur ein bisschen Licht und eine Glitzerleinwand im Hintergrund. Ein Konzert auf das wichtigste reduziert: MUSIK

Florence zelebriert Musik und ihre Gefühle dafür. Manchmal dachte ich mir während des Konzerts, dass Florence Welch wohl ziemlich gut nach Woodstock gepasst. Love + Peace und ein bisschen Drogen um den nötigen Flow zu produzieren 😉
Bis zu einem Gewissen Punkt war das ganz ok, manchmal jedoch hat Sie hat Sie mit Ihrer Piepsstimme und einer Naiv(-gespielt)en Art sowas von übertrieben, aber dennoch stets berührt: „we are all people, we are all here for the same reason, grab the person in front of you or to your left and hug each other, kiss each other and fondle your faces“
Merkt jeder selbst an welcher Stelle Sie für mich dann übertrieben hat…

Florence + the MachineEin Konzert zu was besonderem zu machen kann Florence auf jeden Fall. Egal ob es Ihr Ausflug in die Menge bei Rabbit Heart war, die Aufforderung „just put down your cameras for this one, for me so special, song“ bei Third Eye oder das halb-akustische Cover von The Source – You’ve got the Love.
Es war ein Atemberaubendes Konzert von dem man mehr will. Und daher war das einzige kleine Manko die zu kurz geratene Bühnenpräsenz von Florence + the Machine. Nach etwas mehr als 1 1/2 Stunden war es leider schon vorbei und ich hätte nochmal so lange zuhören können.

Die Setlist vom Konzert findet sich ganz sicherlich bald bei setflist.fm

 

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply
    ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Dezember 2015 - Schalltrichter
    1. Januar 2016 at 12:03

    […] Dezember war auch das letzte und beste Konzert in 2015. Ich hätte nicht gedacht, dass Florence Welch so ein beeindruckendes Konzert abliefern […]

  • Reply
    Konzert 1/2016: Frank Turner - Schalltrichter
    30. Januar 2016 at 11:41

    […] nur 19 Tagen im neuen Jahr und 31 Tagen nach dem letzten Konzert habe ich „endlich“ das Konzertjahr 2016 eröffnet. Und das mit einem Künstler den ich […]

  • Leave a Reply